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Sauber anstoßen: Das EEG feiert Geburtstag

01.04.2025  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: WWF.

Zum 25. Geburtstag des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am 1. April fordert der WWF, dass der Kurs auf die Ziele bei den Erneuerbaren Energien konsequent beibehalten wird. Neue Abhängigkeiten von Gas, Kohle und Öl würden das Erreichen der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 gefährden.

Der Abschied von fossilen Energieträgern schaffe für Deutschland hingegen mehr Energiesouveränität, so der WWF. „Das Beispiel EEG zeigt, dass sich Investitionen in den Klimaschutz und saubere Technologien auszahlen. Das Gesetz hat dazu geführt, dass erneuerbare Energien in großem Maße zugebaut werden konnten – das hat den Strom in Deutschland sauberer gemacht und die Anlagen preiswerter. Und das nicht nur bei uns. Das EEG hat weltweit eine beispiellose Dynamik beim Erneuerbaren-Ausbau erzeugt. Das ist und bleibt Deutschlands konzeptionelles Verdienst. Die nächste Regierung sollte sich auf die Fahne schreiben, die Energiewende in Deutschland zu vollenden“, sagt Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland.

Mittlerweile haben Erneuerbare in Deutschland einen Anteil von 55 Prozent am Stromverbrauch. Allein im Zeitraum zwischen 2019 und 2024 hat der zusätzliche Ausbau der Wind- und Solarenergie Deutschland laut Ember Electricity Review im Stromsektor 12,5 Milliarden Euro an Kosten für Gas- und Kohleimporte erspart. Das zeigt: Das EEG war ein Schlüssel zur Reduktion der Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Importen. Angesichts der angespannten geopolitischen Lage ist Energiesouveränität wichtiger denn je. Und: Klimaschutz stärkt unsere Wirtschaft. Gerade erst hat eine neue Studie von OECD und die UN-Entwicklungsorganisation UNDP gezeigt, dass gut geplante Maßnahmen zur Klimapolitik die Wirtschaft wachsen lassen.

Für Deutschland wird nun entscheidend sein, dass etwa die Gelder aus dem neuen Sondervermögen tatsächlich in diese für die Zukunft wichtigen Bereiche fließen – und nicht in fossile Lock-In-Effekte wie etwa den Neubau von CCS-Infrastruktur an Gaskraftwerken. Und auch der Ausbau der Erneuerbaren muss weiter forciert werden, während das Stromnetz gleichzeitig flexibler gestaltet wird. „Werden diese Gelder jetzt in die Hand genommen, können die Wirtschaft und die Menschen profitieren“, so Raddatz. „Um Wohlstand und Wohlergehen zu sichern, braucht es eine Reform der Schuldenbremse, die den Erkenntnissen aus Wissenschaft und Wirtschaft Rechnung trägt.“

Hintergrund:

Das EEG wurde am 1. April 2000 eingeführt und garantierte zunächst eine feste Einspeisevergütung von Erneuerbaren-Anlagen, später wurden auch Ausschreibungen eingeführt. Netzbetreiber wurden verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Quellen bevorzugt ins Netz einzuspeisen. Die Finanzierung lief erst über die EEG-Umlage, d.h. den Strompreis. Seit 2022 werden die EEG-Kosten aus dem Bundeshaushalt finanziert. Das EEG setzt außerdem klare Ausbauziele: etwa 80 Prozent erneuerbarer Strom bis 2030, idealerweise 100 Prozent bis 2035. Mittlerweile und dank des EEG ist die Windenergie Deutschlands wichtigster Energieträger in der Stromerzeugung. Auch Auf EU-Ebene hat die Stromerzeugung der Solarenergie bereits jene der Kohlekraft überholt.

Bild: Pixabay (Pexels, Pexels Lizenz)

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